Fire Wire – der Standard in der Videotechnik

Wer heutzutage, ob privat oder beruflich, Videos aufnehmen und auf den Computer überspielen will kommt an einem Begriff nicht vorbei: Fire Wire. Kein Standard, keine Technik bezogen auf die Schnelligkeit und Möglichkeiten der Bild- und Tonbearbeitung mit Hilfe eines Personal Computers so nachhaltig revolutioniert wie die Standardisierung der Schnittstelle und das Aufkommen von Fire Wire auch bekannt unter der Bezeichnung IEEE 1394. Während zuvor zahlreiche Technologien für die Daten-Übertragung genutzt wurden, konnte nun eine einheitliche Verbindungskomponente unnötig komplizierte Prozesse vereinfachen.

Fire Wire Technik als Revolution

Modernes Fire Wire Kabel

Fire Wire ist der Standard in der Video-Technik (c) Andreas Morlok / pixelio.de

Mit Fire Wire wurden erstmals Geschwindigkeiten erreicht, an die bis dato weder Computer-Pioniere, noch eingefleischte Videofreaks gedacht hatten. Der Traum von der Digitalisierung analogen Videomaterials wurde damit auf eine besonders komfortable und schnelle Weise durchführbar. Im Nu lag das Bildmaterial aus der High Definition Video Kamera oder dem Cam Corder erstmals über ein einziges Kabel zur Weiterverarbeitung auf dem Computer zur Verfügung.

Alles was man brauchte lieferte die Schnittstellenkarte, die später oftmals in PCs oder Notebooks schon zur Verfügung stand, und ein Kabel. Ein Impuls, der auch die Hersteller von Videobearbeitungsprogrammen in ihrer Weiterentwicklung bis heute nachhaltig beeinflusst hat.

Schneller, besser, Fire Wire

Besonders die zeitraubenden Tätigkeiten im Bereich der Bild- und Schnittbearbeitung, aber auch der Tontechnik mit Lippen synchroner Vertonung und musikalischer Untermalung können heutzutage selbst von Anfängern und in der Technik ungeübten Laien oftmals schon akzeptable bis gute Ergebnisse liefern. Das früher übliche Hintergrundwissen steht hier auf Knopfdruck oder per Schieberegler zur automatisierten Bearbeitung nach Mausklick schon zur Verfügung.

Für den Profi reicht das nicht, aber der wird entlastet und kann sich auf die wesentlichen Dinge seiner Tätigkeiten konzentrieren und diese beschleunigt umsetzen. Für besondere Ansprüche und noch schnellere Datenübertragung, lohnt sich für professionelle Filmer eventuell eine Geschwindigkeits-Erweiterung der IEEE 1394 Schnittstelle.

Nachteile und erste Hürden für Fire Wire

Fire Wire im Ton Studio

Professionelle Ton- und Video-Studios bauen auf Fire Wire (c) TiM Caspary / pixelio.de

Als Nachteil der Fire Wire Schnittstelle wurde oftmals die Anbindung anderer oder weiterer Geräte im laufenden Betrieb angeführt. Damit die Elektronik der angeschlossenen oder anzuschließenden Geräte keinen Schaden erlitten, sollten die Systemkomponenten ordnungsgemäß heruntergefahren und ausgestellt werden. Ob das immer so gemacht wurde und ob sich hieraus Schäden ergeben haben, entzieht sich dabei oft der eigenen Kenntnis. Seit Einführung der USB-Schnittstelle ist dieses Problem jedoch gelöst.

USB 3.0 als Kokurrent?

Die Geschwindigkeit dieses neuen USB-Standards ersetzte aber zu Anfang keinesfalls die Fire Wire Schnittstelle. Erst mit der Geschwindigkeit seit USB 2.0 ist der Standard für den Videotechniker von Interesse. Die Geschwindigkeit von USB 3.0 läuten hier sicherlich eine neue Ära ein. Doch gerade der Profi wird die Kosten der Umrüstung für seine hochwertige und teure Ausrüstung bedenken müssen. Hier hat der Amateur mit preiswerten Komponenten es wesentlich leichter, denn USB 3.0 Schnittstellen sind insbesondere beim Kauf neuer Computer-Technik gängiger Standard, während insbesonder Notebooks oftmals ohne Fire Wire Anschluss verkauft werden.



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