Video Format erklärt – die gängigsten Formate und ihre Einsatzgebiete

Egal wie professionell und intensiv man sich mit dem Filmen beschäftigen will, früher oder später trifft man auf den Begriff „Video Format“. Das Ziel eines jeden Filmers ist es, das eigene Matieral anzuschauen und einem bestimmten Publikum, ob lediglich Familie oder Online-Community, vorzuführen. Damit auch jeder Rezipient das Bildmaterial wirklich auf seinem Endgerät anschauen kann, muss ein Filmer, spätestens bei der Nachbearbeitung in Adobe Premiere oder anderen Programmen, auf das Video Format achten.

Video Format contra Videokompression

Video Format in der analogen Vergangenheit

Das Video Format bestimmt das Anwendungsgebiet, nicht das Dateiformat (c) Dieter Kaiser / pixelio.de

Dabei beschäftigt sich der Begriff Video Format nicht mit dem Dateiformat, sondern der Videokompression. Video Format wird gerne als Synonym für das Dateiformat einer Videodatei verwendet, was jedoch nicht ganz der Realität entspricht, denn anders als Audioformat ist ein Video Format nicht an ein bestimmtes Kompressionsverfahren gebunden. Die Videokompression für die Datei kann frei gewählt werden und orientiert sich hauptsächlich an der endgültigen Anwendung und Ausstrahlung – im TV, im Netz oder auf einer Blu Ray.

Video Format Normen

Verschiedene Endgeräte erfordern ein unterschiedliches Video Format. Egal ob digitale Canon Spiegelreflexkamera mit Videofunktion, Cam Corder oder Minikamera, moderne Videodateien werden mittels Fire Wire oder USB auf den Computer überspielt und dort nachbearbeitet. Im Normalfall ist dem Filmer bereits während der Aufnahme bewusst, für welche Rezipienten und welches Medium das Video aufgenommen wird. Dementsprechend kann die Videodatei in der Video Bearbeitung nach den jeweiligen Normen gespeichert und gerendert werden.

Video Format: TV

Insbesondere für die Ausstrahlung des Video Materials müssen spezielle Fernsehnormen für das Video Format beachtet werden. Die beiden gängigsten Formate der analogen Fernsehtechnik der letzten Jahre sind PAL, NTSC und SECAM. Diese drei Normen legen das Video Format in verschiedenen Gebieten auf der Welt fest und unterscheiden sich hauptsächlich durch die Integration von Farb-Video-Dateien.

NTSC (National Television Standard Comitee) ist der Urvater der TV Normen und weist eine große Schwäche in der Farbdarstellung auf, die durch Reflektionen unterschiedliche Farbergebnisse liefert. PAL ist die Verbesserung von NTSC und löst auf komplizierte technische Neuerung das Farb-Problem der vom NTSC Video Format. SECAM ist leichte Abwandlung der PAL Technik, die lediglich von Frankreich entwickelt wurde, um keien Patentgebühren für PAL zahlen zu müssen.

TV-Normen auf der Welt

  • NTSC: USA, Kanada, Mexiko, Zentralamerika, Brasilien, Kolumbien, Chile, Paraguay, Ecuador, Peru, Bolivien, Venezuela, Japan, Südkorea, Taiwan, einige Pazifik Staaten
  • PAL: Europa (ausgenommen Frankreich), Großteil Afrikas, Süd-Asien (inklusive China, Afghanistan, Indien, Israel, Syrien, Türkei, VAE, Vietnam und Nordkorea), Australien, Neuseeland
  • SECAM: Frankreich, Russland, Weißrussland, Moldawien, Ukraine, Nord-Asien (inklusive Armenien, Aserbaidschan, Kasachstan, Nordkorea, Usbekistan), weite Bereich Zentral-Afrikas (inklusive Marokko, Kongo, Togo, Madagaskar), Französisch-Guayana

Video Format: Webinhalt

Video Format im digitalen TV

NTSC und PAL sind die Standards in Sachen TV Video Format (c) Dieter Schütz / pixelio.de

Insbesondere für Videos, die als Webinhalt präsentiert werden sollen, bietet sich eine große Video Format Vielfalt an. Je nach Qualität, Auflösung und Kompression hat der Nutzer hier freie Wahl, die lediglich durch Upload-Begrenzungen oder Webplayer-Kompatibilität eingeschränkt sind. Auch hier ist das Video Format keiner festen Kompression unterlegen. Wer heutzutage ein Video im Netz veröffentlichen will greift auf einen Video-Konvertierer für alle Formate zurück und kann das eigene Video Format dann ins richtige Dateiformat bringen.

Die gängigsten digitalen und Web-Inhalt Formate:

  • MPEG-1 und -2
  • MPEG-4 Part 2; häufig mit DivX und AVI verwendet
  • MPEG-4 Part 10; häufig verwendet in HD-DVD, HDTV, iTunes und Flash-Videos
  • RealVideo; häufig verwendet für Streaming
  • Windows Media Video; häufig verwendet für Streaming
  • SVQ; häufig in Quicktime und Flash-Video verwendet

Video Format: Blu-Rays

Die Blu Ray ist das modernste digitale, optische Speichermedium. Sie ist der High Definition Video Nachfolger der DVD und bietet massive Speichermöglichkeiten und hohe Datenraten. Für die Umwandlung vom Video Format für Blu Ray fähige Dateien benötigt man einen passenden Codec. Darüber hinaus wird sowohl für Schreiben als auch Lesen einer Blu Ray ein spezielles Laufwerk im Computer benötigt. Zumeist werden Blu Rays am HD-TV abgespielt und bieten dort die höchste Auslösung und Bildschirmformate. Momentan in der Entwicklung sind TV-Geräte, die das Blu Ray Video Format 4K, die doppelte Qualität des derzeitigen Full HD Standards, wiedergeben können.



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